PRACTX ist in über zwei Jahren Arbeit entstanden. Der Anfang war deutlich unspektakulärer: eine kalte Tribüne, ein Vater, drei Kinder, die Basketball spielen.
Ich bin Vater von drei Basketballern. Unsere Älteste, Kenya, spielte sehr ambitioniert und erfolgreich WNBL und Highschool Basketball. Die Mittlere, Yuna, startete mit Leichtathletik und entdeckte mit 14 Jahren Basketball als Zweitsportart. Und Jomo, der Jüngste, ist durch viel Fleiß und unzählige Stunden im Training oder in unserer Einfahrt Deutscher U14-Meister 2026 und aktuell auf dem geraden Weg in die U15-Nationalmannschaft. Und ich habe alle von der Tribüne aus begleitet. Unzählige Stunden, unzählige Trainingseinheiten, unzählige Hallen, diverse Trainer und Altersstufen.
Irgendwann fängt man an, nicht mehr nur den eigenen Kindern zuzuschauen, sondern dem Training selbst. Und dann sieht man es: In der einen Halle wird mit klarem Plan gearbeitet, in der anderen eher improvisiert. Nicht, weil dort jemand weniger engagiert wäre, im Gegenteil. Die Trainer im Verein am Stadtrand geben genauso ihre Abende, ihre Wochenenden, ihre Nerven. Ihnen fehlt nur der Zugang zu dem, was in Leistungszentren selbstverständlich ist.
Das war der Moment, in dem die Idee entstanden ist. Es geht nicht darum, dass jemand etwas falsch macht. Es geht darum, dass ein paar wenige Dinge fehlen: Eine Struktur, gute Übungen, ein roter Faden über die Saison, jemand, der sagt, worauf es in diesem Alter ankommt. Kleine Lücken, die über Jahre entscheiden, wie weit ein Kind kommt. Und die vor allem entscheiden, ob es überhaupt dabeibleibt.
Warum ich? Weil ich genau das beruflich mache.
Mit meiner Firma twogrow entwickle ich normalerweise Innovationen für Konzerne: Probleme durchdringen, Lösungen finden, Produkte bauen, die Menschen wirklich benutzen. Diesmal habe ich diese Arbeit dorthin gelenkt, wo sie mir am meisten bedeutet.
Denn die Möglichkeiten haben sich verändert. Was vor wenigen Jahren nur ein erfahrener Coach mit Jahrzehnten Wissen leisten konnte, lässt sich heute mit KI so aufbereiten, dass es jeder nutzen kann, der eine Gruppe Kinder in der Halle vor sich hat. Nicht als Ersatz für den Trainer oder die Trainerausbildung, sondern als Werkzeug in seiner Hand. Mein Ziel ist, den Jugendbasketball auf ein neues Fundament zu stellen. Nicht nur dort, wo das Geld und die Strukturen sind, sondern überall.
Und dann kam Janni.
Eine Idee ist nichts wert, solange nur einer sie gut findet. Ich habe sie Janni Mavridis erzählt, ehemaliger Profi, Gründer der Hoopfactory Heidelberg, jemand, der den deutschen Jugendbasketball von innen kennt wie kaum ein Zweiter. Er war sofort dabei. Nicht nur interessiert, sondern wie jemand, der ein Problem schon lange kennt und endlich eine Lösung dafür sieht.
Seitdem bringt Janni ein, was ich nicht habe: die Erfahrung von tausenden Trainingseinheiten, das Gespür dafür, was in der Halle wirklich funktioniert, und den Anspruch, dass jede einzelne Übung in PRACTX gut genug für ein Leistungsprogramm sein muss. Und dennoch so einfach, dass sie ein Quereinsteiger im ersten Training anleiten kann. Sein Herzblut steckt in jedem Video und in jeder Zeile Methodik.
Heute sind wir ein Team, das an einer einzigen Sache arbeitet: Dass jedes Kind, das Basketball liebt, die bestmögliche Förderung bekommt. Und dass die, die Lust haben, eine Gruppe Kinder zu trainieren, das Werkzeug dafür in der Hand bekommen.
Innovationsentwickler und Vater von drei Basketballern. Verantwortet Produkt, Technologie und den Aufbau von PRACTX.
Ehemaliger Profi und Gründer der Hoopfactory Heidelberg. Verantwortet Trainingsmethodik, Übungswelt und Community.