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Weniger sagen, besser coachen.

Was gutes Feedback ausmacht.

Für Trainer · 2 Min. Lesezeit

Nach jedem Wurf ein Hinweis, nach jedem Pass eine Korrektur: So sieht engagiertes Coaching oft aus. Die Forschung rät zu weniger und zu anderen Worten.

Zuerst die Worte. Ein Hinweis, der auf das Ziel der Bewegung zeigt („Triff die Ringmitte“), wirkt meist besser als einer, der auf den Körper zeigt („Handgelenk abklappen“). Gabriele Wulf hat dazu 15 Jahre Forschung zusammengefasst (Wulf, 2013). Beim Freiwurf trafen Spieler, die sich auf den Korb konzentrierten, häufiger als Spieler, die ans Handgelenk dachten, und ihre Muskeln arbeiteten dabei ruhiger (Zachry, Wulf, Mercer & Bezodis, 2005). Eine große Auswertung von über 140 Studien bestätigt den Vorteil, besonders für das Lernen (Chua et al., 2021). Wie groß er genau ist, wird inzwischen diskutiert. Die Richtung ist dieselbe geblieben.

Dann die Menge. Lange galt: Wer ständig Rückmeldung bekommt, verlässt sich darauf statt auf das eigene Gefühl (Salmoni, Schmidt & Walter, 1984). Neuere Auswertungen sehen das weniger eindeutig. Ein Befund bei Kindern passt trotzdem gut in die Halle: Zehnjährige, die selbst entscheiden durften, wann sie eine Rückmeldung bekommen, lernten eine neue Bewegung besser als Kinder, die gleich viele Rückmeldungen nach festem Plan bekamen (Chiviacowsky, Wulf, de Medeiros, Kaefer & Tani, 2008).

Für die Halle heißt das: ein Hinweis pro Durchgang, formuliert als Ziel. Und öfter fragen statt sagen: „Was hast du gesehen?“

Unsere Thesen

  1. Ein guter Hinweis zeigt auf das Ziel, nicht auf den Körper.
  2. Ein Hinweis pro Durchgang reicht.
  3. Rückmeldung wirkt am besten, wenn das Kind sie haben will.

In PRACTX

Zu jeder Übung zeigt PRACTX Ziel, Ablauf und Coaching-Hinweise: woran du erkennst, dass es gut läuft, und welche Fehler typisch sind. So weißt du vor dem Training, worauf du achtest, und musst in der Halle nicht alles kommentieren. Während des Trainings zeigt dir die Live-Ansicht die aktuelle Übung, die Restzeit und die nächste Übung. Dein Blick bleibt beim Team.

Quellen

  • Chiviacowsky, S., Wulf, G., de Medeiros, F. L., Kaefer, A. & Tani, G. (2008). Learning benefits of self-controlled knowledge of results in 10-year-old children. Research Quarterly for Exercise and Sport, 79(3), 405–410.
  • Chua, L.-K., Jimenez-Diaz, J., Lewthwaite, R., Kim, T. & Wulf, G. (2021). Superiority of external attentional focus for motor performance and learning: Systematic reviews and meta-analyses. Psychological Bulletin, 147(6), 618–645.
  • Salmoni, A. W., Schmidt, R. A. & Walter, C. B. (1984). Knowledge of results and motor learning: A review and critical reappraisal. Psychological Bulletin, 95(3), 355–386.
  • Wulf, G. (2013). Attentional focus and motor learning: a review of 15 years. International Review of Sport and Exercise Psychology, 6(1), 77–104. doi:10.1080/1750984X.2012.723728 (öffnet in einem neuen Tab)
  • Zachry, T., Wulf, G., Mercer, J. & Bezodis, N. (2005). Increased movement accuracy and reduced EMG activity as the result of adopting an external focus of attention. Brain Research Bulletin, 67(4), 304–309.

Stand: 29.09.2026

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